Liechtenstein: Heißes Pflaster auch für Lebensversicherer

Wie Ende Februar 2008 durch die Medien ging, wird Liechtenstein nun auch nach dem Steuerskandal für die Lebensversicherer „ein heißes Pflaster“.

Grund hierfür ist, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und dem kleinen Fürstentum Liechtenstein etwas getrübt sind. Es ist nämlich so, dass viele Anbieter von Versicherungen in Deutschland auch Lebensversicherungen aus Liechtenstein in ihrem Programm haben. – Nun fürchten die Versicherer um iihren guten Namen und prüfen, wie sich ihr Engagement im Fürstentum auf den guten Namen auswirken könnte.

Bei den Produkten, um die es geht, handelt es sich um Produkte, die Vermögensverwaltung und Lebensversicherung unter einen Hut bringen und ganz speziell auf deutsche Anleger zugeschnitten sind, wobei einige Versicherer auch damit werben, dass ein derartiger Vertrag eine Alternative zu einer Stiftung wäre, was die Sache nicht besser macht, weil die Begrifflichkeit Stiftung in Zusammenhang mit dem Fürstentum aktuell „ein rotes Tuch“ ist. – Und dass das Versprechen laut Vertragsrecht in Liechtenstein keine Auskünfte über die Kunden gegeben werden, hat man ja bei den Banken gesehen, das dies nichts wert ist. – Bei hunderten ist die Staatsanwaltschaft bereits vorstellig geworden, wobei Dutzende sich inzwischen selbst angezeigt haben.

Bei den Versicherungspolicen aus dem Kleinstaat kommt noch hinzu, dass sie eh nicht so gut bewertet werden, sie sind eher umstritten, denn die Sparer können in die Versicherung ganz nach Belieben auch hohe Vermögenswerte packen, ob nun A wie das Aktiendepot oder B das Bargeld aus dem Tresor.